Kongressprogramm

Engage2innovate – Kreislauf innovativer Sicherheitsforschung

Sarina Freund
Landeskriminalamt Niedersachsen
Dr. Anke Schröder
Landeskriminalamt Niedersachsen

Abstract:
Innovationen in der Sicherheitsforschung sind unerlässlich für die Entwicklung komplexer und vorausschauender Sicherheitslösungen bei diversen Bedrohungslagen. Forschungserkenntnisse zeigen jedoch Lücken zwischen der Entwicklung von sicherheitsrelevanten Innovationen und deren Implementierung.
Ein zentrales Herangehen ist daher die Einbindung von Endnutzenden in die Sicherheitsforschung, um eine enge Zusammenarbeit zwischen Fachkenntnis, Technik und Forschung zu ermöglichen. Die unzureichende Berücksichtigung der tatsächlichen Bedarfe und Perspektiven von Endnutzenden kann zur Entstehung einer Kluft zwischen Lösungsentwicklung und Problemidentifikation führen. Diese möglichen Fehlentwicklungen können die Akzeptanz von Innovationen in der Praxis behindern, anstatt diese als hilfreiche Instrumente zur Erleichterung des Arbeitsalltags wahrzunehmen.
Das EU-geförderte Projekt Engage2innovate (E2i) postuliert, dass eine stärkere Orientierung an Endnutzenden in dem gesamten Forschungs- und Entwicklungsprozess sozialer Innovationen – von der Bedarfsermittlung über den Prozess bis hin zur Implementierung und Evaluation – entscheidend ist und strebt an, anwendungsorientierte Lösungen zur Schließung dieser Lücke zu entwickeln. Im Vortrag werden sich aus den vorliegenden Projektergebnissen ergebende Implikationen für eine bessere Implementierung innovativer Sicherheitslösungen skizziert.
Sarina Freund
 Sarina Freund

Sarina Freund studierte Soziologie (B. A.) an der Universität Bielefeld und Kriminologie (M. Sc.) an der London Metropolitan University, UK. Von 2019-2022 lehrte sie an der Universität Vechta und war zudem von 2021-2022 in dem Projekt „Verhalten in Organisationen – arbeits- und organisationspsychologische Basiskompetenzen für soziale Berufe“ tätig. Seit 2024 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin im Dezernat Forschung, Prävention und Jugend des LKA Niedersachsen und für das EU-geförderte Projekt „Engage to innovate“ zuständig.

Dr. Anke Schröder
Dr. Anke Schröder

Dr. Anke Schröder war bis 2008 wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bereich Architektursoziologie an der Leibniz Universität Hannover und wechselt 2009 als Projektleiterin internationaler und nationaler Forschungsprojekte in die Prävention und die kriminologische Forschung im Landeskriminalamt Niedersachsen. Im Jahr 2017 gründete sich das Kompetenzzentrum Urbane Sicherheit im LKA, dessen Vorsitz sie bis heute inne hat. Seit 2022 leitet Anke Schröder die kriminologische Forschung im Dezernat Forschung, Prävention und Jugend. Ihre thematischen Schwerpunkte liegen im Bereich des Wissenstransfers zwischen Theorie-Praxis und vice versa und im Bereich Urbaner Sicherheit mit allen baulich-räumlichen und der sozialräumlichen Facetten.