Prävention als Fokus der Organisationsentwicklung in pädagogischen Institutionen
Prof. Dr. Katrin Höhmann
Pädagogische Hochschule Ludwigsburg
Roland Kubitza
Pädagogische Hochschule Ludwigsburg
Prävention und Intervention als Fokus der Organisationsentwicklung führen dazu, dass sich pädagogische Einrichtungen in allen ihren Bereichen überprüfen und weiterentwickeln. Dabei geht es vor allem um eine Veränderung der Organisationsstruktur und Organisationskultur, um die Verbesserung von Verfahren und um die Professionalisierung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Was dies konkret heißt, lässt sich z.B. sehr gut anhand schulischer Alltagssituation veranschaulichen: Bei den in der Veranstaltung vorgestellten Beispielen geht es konkret um Jugendliche, "die etwas wissen", aus Loyalität zu ihren Altersgenossen aber nichts sagen. Eine Schule, der es gelungen ist, die Kommunikationskultur in einer Peergroup so zu fördern, dass es erlaubt ist, Hilfe zu holen, ohne in Gefahr zu sein, Freundschaften zu verlieren, muss zuvor über einen langen Zeitraum und konsequent in allen Bereichen zeigen, dass sie verlässlich arbeitet, Schülerinnen und Schülern glaubt, ihre Bedürfnisse ernst nimmt und sie zu schützen versteht. Präventiv arbeitet eine Organisation dann, wenn potentielle Täter merken, dass sie es schwer haben werden, Tabuzonen in dieser Organisation aufzubauen. Eine Schul- und Organisationsentwicklung, die den Schutz von Kindern in den Mittelpunkt stellt, definiert alle Räume - im unmittelbaren wie im übertragenen Sinne - unter der Maßgabe von Prävention und Intervention neu.
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